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Das hat mich beeindruckt

In der vergangenen Woche bekam ich einen Telefonanruf. Es hat etwas gedauert, bis ich den Anrufer einordnen konnte. Es war Herr S. Wir kannten uns noch aus den Zeiten, als ich Geschäftsführerin in meiner ehemaligen Firma beauty24 war. Ich erinnerte mich dann an ihn: Er war ein taffer Typ, innovativ. Das Produkt passte damals nicht in unser Portfolio. Was war es Herrn S. in der Zwischenzeit ergangen?
Hr. S. hatte zehn Mitarebiter und einen weiteren Gesellschafter. Dieser war für Marketing und Vertrieb zuständig, Hr. S. für die Produktentwicklung und Patente. Es dauerte kein Jahr und sein Partner hat ihn betrogen. Er musste Konkurs anmelden, hat alles verloren. Das war ein harter Schlag. Danach ging er für Jahre ins Ausland, baute neu auf. Doch es passierte dasselbe wieder.
 
Seit einem Jahr ist er zurück in Deutschland und startete ein drittes Mal. Was war sein Resümee am Telefon? „Ich bin dankbar, dass ich soviel lernen konnte. Es war unglaublich hart, ist es immer noch, aber ich bin ein anderer Mensch geworden. Ohne Verbitterung schaue ich nun genau, mit wem ich was mache und warum.“
 
Das hat mich richtig beeindruckt. Von ganz oben, fast zur Obdachlosigkeit, wieder nach oben, wieder nach unten – und nun der dritte Start. Mit neuen Vorzeichen. Klasse! Dazu gehört eine Menge Mut, der Glauben an sich selbst und, ganz wesentlich, den Selbstwert nicht am materiellen Erfolg oder Misserfolg festzumachen.

2 Kommentare zu „Das hat mich beeindruckt“

  • dietmar:

    Die Schule des Lebens hat keinen strengen Lehrplan, wird nicht von einem Rektorrad bestimmt.
    die erfahrung die man in so einer talfahrt durchlebt, braucht kein mensch wirklich, aber die erkenntnis die man daraus gewinnen kann sind unbezahlbar. kriesen sind möglichkeiten der veränderung und je härter es einen trifft um so mehr kann man in sich selbst erfahren.
    herr s.geht den richtigen weg sich nicht von verbitterung auffressen zu lassen, was sicherlich nicht ganz leicht ist, denn man bedenke das man am ende der talfahrt wirtschaftlich immer noch ganz unten ist.gute ideen und mut geben einem kraft und antrieb, aber um neue Ideen, neue erkenntnisse umzusetzen bedarf es immer eines kapitals.
    es gäbe gnug kapital um gute ideen sinnvoll und mit hohen erfolgsaussichten anzugehen, doch ist das bewusstein vieler unternehmer in neue ideen zu investieren getrübt von alten herangehensweisen ein "geschäft" zu machen.
    ich selbst arbeite seit jahren an einem konzept das erfolgsträchtig sein kann, aber in all den letzten 10 jahren bleiben mir die türen des materiallen erfolges verschlossen.erst seit ich einige mitbewerber habe, wird mein konzept verstanden und wahrgenommen.anstelle des schnellen erfolges wie erhofft, begann ein langer weg des verzichtes, den glauben an sich selbst und des wirtschaftlichen überlebens.
    sicherlich gab es das eine oder andere unmoralische angebot, die aussicht auf das wohl am meisten geschätzte GUT wirtschaftlichen strebens,….das geld.doch wie auch herr s. halte ich es mit den worten…..ich schaue genau mit wem ich was mache und warum.
    wie herr s.habe ich den weg des niedergangs meines 1.Unternehmens wegen eines unehrlichen partners erfahren dürfen. 2.versuche scheiterten wegen fehlender kontakte und vitamin B.
    festzustellen ist das die menschen die mich betrogen haben heute nichts mehr davon haben und was viel beruhigender ist, sie hätten viel mehr geld verdienen können wenn sie ehrlich mit mir zusammengearbeitet hätten.doch viele unternehmer suchen immer noch nach dem gewünschten erfolg im "haifischbecken"….ohne zu wissen das der grösere fisch schon auf sie lauert um seinen hunger zu stillen.
    ähnlich wie im gleichgewicht unserer natur verhält es sich in unserer wirtschaft.
    das gleichgewicht ist gestört……viele "arten"sterben aus….notwendige faktoren die wichtig sind für ein gesundes und verteiltes wachstum gibt es bald nicht mehr.
    doch es gibt die bewussten unternehmer, die keine lust mehr haben an diesem hoffnungslosen spiel mitzumachen und am ende nur am kurzen ast zu sitzen, da die besten plätze schon längst belegt sind.
    sich nur benutzen zu lassen,mittel zum zweck zu sein um geld zu verdienen, solange man nicht ersetzbar ist tut seinem eigenem selbstwert nicht gut.
    zu wissen das es der globalen wirtschaft an echtem bewusstein fehlt, erschreckt mich an ihren auswirkungen.alternativen ein sinnvolles geschäft aufzuziehen entehen jeden tag mehr, denn bewusstlosigkeit ist kein zustand der von jedem bis ans lebensende anhält.
    die "heissmangel" des lebens kann jeden treffen, vor allem die die nicht damit gerechnet haben.
    einige werden nur platt und geglättet aus der mangel kommen und koste es was es wolle wieder nach oben zu kommen.werden dann vieleicht zum grossen hai oder doch nur zum fischfutter.
    andere die sich fragen wo isn oben und unten, erkennen das sich erfolg nicht nur am materiellen misst, sondern mit wem und warum man etwas macht.
    synergien bewusster unternehmer sind umungänglich, wenn man etwas bewirken möchte und langfristig zufrieden einen erfolg erleben möchte.
    es gibt nicht mehr all zu viel was wichtig zu erforeschen wäre, ausser sich selbst und was man daraus macht.
    dietmar

  • Herr S.
    Den Kommentar von "Herrn Dietmar" kann ich nur unterschreiben. Er hat sicher auch damit zu kämpfen wieder auf die Beine zu kommen. Egal welch gutes Konzept nach all den Erfahrungen (besser Erfahrungsschätzen) "hinten" herauskommt,- man kann nur wieder starten, wenn genug finanzielle Mittel vorhanden sind. Und das ist mit einer schlechten Bonität kaum noch möglich.

    Leider wird in Deutschland "gerne und viel" bestraft. Hier wird immer nach Schuld,- und nach einem Verantwortlichen gesucht.
    So dauert eine persönliche Insolvenz 7 Jahre !  Hallo ? Gehts noch ?
    "Tut datt Not" ? (würde der Norddeutsche jetzt fragen.) Wie soll dieser "Gescheiterte" dann noch zum "guten Steuerbürger" werden ? So produziert man dann auch Bedürftige, die dem Staat ungewollt auf der Tasche liegen müssen. Fähigkeiten gibt es Viele, Möglichkeiten gibt es kaum noch.

    Aus der Sicht des Gläubigers ist ja eine Strafe vielleicht noch verständlich. Man sollte jedoch das gesamte System auf den Prüfstand stellen und sich fragen, wem denn eine so lange Insolvenzzeit mit einer so langen "Wohlverhaltensphase" nützt. Dem Gläubiger schon gar nicht, denn der sieht im Insolvenzfalle keinen Cent mehr. Schauen wir uns um. Andere Länder haben eine wesentlich kürzere Insolvenzzeit. Und das geht auch.
    Systembedingte Möglichkeiten der "beschränkten Haftung" einer GmbH etc. werden so oder so missbraucht (angewandt). Aber nur von denen die es schon von vornherein auf Missbrauch anlegen. Und davon gibt es Einige. Ich selbst bin auch schon auf die reingefallen. Im Bausektor, speziell die Bauträgergesellschaften, haben da so ihren Ruf.
    Die Möglichkeit also, eine Haftung zu beschränken, öffnet Tür und Tor dem Betrug. Ist da vielleicht die Frage nach einem Systemfehler gestattet ? Ich glaube ja. Denn wer etwas tut sollte dafür auch die Verantwortung übernehmen, und das uneingeschränkt.
    Doch den Ansatz bei der Politik zu suchen ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Denn die Politik ist längst zum Handlanger der (Geld)Wirtschaft verkommen. Heutige Nachrichten zeigen das nur zu gut.
    Die Mainstream-Presse sabbelt den Blödsinn (gesiebte Informationen) der Pressesprecher nach. Und das scheint auch immer hilfloser zu werden…
    Die Ursache liegt woanders; Die Gier des Einzelnen ist systembedingt forciert worden. Denn wer investiert denn nicht in das Versprechen einer höheren Rendite ? Wohl jeder. Und das auch aus nachvollziehbaren Gründen (z.B. um eine bessere Absicherung im Alter zu ermöglichen). Also sind hier nicht immer "böse Absichten" am Werk.  Das System der Gier liegt mehr bei denen, die jemanden Anderes Unerfahrenheit ausnutzen, ihn einlullen mit vielen (hohlen) Versprechen. Allein die Provision ist dann wichtig. Sonst nichts ! Das nenne ich Gier. Und das geht immer auf Kosten eines Anderen. So öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr.
    Nun denn, was kann man tun ?
    Ich denke jeder Einzelne kann nur bei sich selbst anfangen. Sich fragen was man wirklch zum Leben braucht. Deswegen müssen wir nicht auf die Bäume zurückkehren…
    Eine bewuste Umgangsweise kann man lernen ! Ich weiss das es nicht von heute auf Morgen geht. Erst meine Notzeiten haben mir diesen Weg aufgeschlossen,- meinen inneren Gesundungsprozess eingeleitet (und dafür bin ich sehr dankbar !)

    Die Kardinalsfrage für mich ist:  was kann ich tun, damit es meinem Gegenüber besser geht ?  In der Regel er wird mir auch helfen, wenn er merkt das ich ihn nicht übertölpeln will sondern eine Gemeinsamkeit (eine ehrliche) anstrebe. Und meine Erfahrung hat gezeigt,- wenn der direkte "Betroffene" es nicht tut, dann helfen mir Andere. Oft sind es die,- die ich oft noch gar nicht im Blickfeld hatte.
    Der bewuste Unternehmer.de macht da einen Schritt in die richtige Richtung. Alle,- die sich damit auseinandersetzen wollen, setzen sich in erster Linie mit sich selbst auseinander ! Und eben das ist die Basis zum besseren Zusammenarbeiten. Es geht nicht mehr im Alleingang (eigentlich war das schon immer so)
    Wer das noch nicht begriffen hat, dem wird das Leben nur eine kurzen Bedenkzeit lassen. Netzwerke sind die Zukunft. Ehrliche Netzwerke, meine ich. Verbindungen, die auf Empfehlungen basieren und nicht auf gegenseitigem Verdienen aneinander. Die künftigen Netzwerke werden zeigen wer länger kann,- die falschen Fuffziger oder die Aufrichtigen.
    Nun denn, macht Euch auf. Die bewusten Unternehmer.de kann ich Euch nur ans Herz legen. Ich habe mir die Initiatoren angeschaut, prüfende Fragen gestellt, denn mein bisheriges blindes Vertrauen hat da noch einige Wunden…
    Ich bin überzeugt das sie eine gute Arbeit leisten. Und eine ehrliche dazu.
    Vielleicht sehen wir uns ja dort einmal wieder.  Ich würde mich freuen !
    Herr S.
     

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