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Das hat mich wütend gemacht!

Viel wird derzeit über Sarrazin und sein Buch diskutiert. Die meisten seiner Thesen sind unhaltbar, das Grundproblem aber stimmt – wir haben ein Integrationsproblem! Dies ist seit mindestens 20 Jahren bekannt – zumindest bei den Menschen/Praktikern, die sich damit beschäftigen und zu tun haben. Ich war selbst Bewährungshelferin für jugendliche Intensivtäter mit Migrationshintergrund – sprich ich weiß, von was ich spreche.
Vergangene Woche war ich in einer sogenannten Problemschule. Ich bin auf dem Schulhof angekommen und wurde sofort von mehreren Kids (ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich keins ohne Migrationshintergrund gesehen habe) umringt. Ganz nach dem Motto: Huch, hierher hat sich ja mal jemand verirrt, die nicht Lehrerin oder Erzieherin ist. „Was machst du hier?“ „Wo willst du hin?“ Sie haben mich zu den beiden Sozialpädagogen gebracht mit denen ich verabredet war (sehr engagierte Menschen, die eine gute Arbeit machen). Ich habe mir die Räume zeigen lassen. Ich empfand sie als eine Frechheit! Runtergekommen, kaputte Sanitäranlagen etc. Ich bin richtig wütend geworden. Was wird den Kids damit gezeigt: Ihr seid die letzten, wer hier landet, hat keine Chance mehr. Keine Lobby, nichts! Den Kindern wird von Anfang an vermittelt: Wir brauchen euch nicht, ihr seid ganz unten, da ist euer Platz.
 
Dies kann sich keine Gesellschaft leisten! Und was wird getan? Gelder werden gestrichen, viel gelabert, einseitige Schuldzuweisungen. Ich bin bei Gott keine Sozialromantikerin. Ich sehe die gefährliche Dynamik, die sich zwischenzeitlich auf beiden Seiten entwickelt hat. Wir können weiter zusehen oder endlich mal Nägel mit Köpfen machen.

Was läuft für mich schief in der Schulsituation? Angefangen damit, dass es erlaubt wurde und wird, Kinder ohne deutsche Sprachkenntnisse einzuschulen (ein Jahr verpflichtende Vorschule wurde als Eingriff in die elterliche Fürsorge gesehen). Damit war der Weg vorprogrammiert: Die Kinder hatten von Anfang an Schwierigkeiten, dem Schulstoff zu folgen. Die Eltern konnten nicht helfen. Sie waren teils ebenfalls der deutschen Sprache nicht mächtig. Die Kinder behinderten dadurch die deutschsprachigen Kinder im Lerntempo. Die deutschen Eltern nahmen Ihre Kinder daraufhin aus den Schulen heraus (ich habe dies mit meinen beiden Söhnen nach der vierten Klasse ebenfalls getan). Die Folgen: Klassen und Schulen in denen fast keine deutschsprachigen Kinder zu finden sind. Nichts wurde getan, um dies zu verändern. Es wurde einfach zugeschaut und sozial verbrämt. Kein Mut auf Seiten der Politik, aktiv dafür zu sorgen, dass dieses Problem verschwindet und den Kids eine echte Chance eingeräumt wird. Gelder wurden dann zur Verfügung gestellt, wenn das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen war (Jugendgefängnis, Gerichtshilfe, Erziehungsheime etc.) Leider hat sich gar nichts geändert!

1 Kommentar zu „Das hat mich wütend gemacht!“

  • Matthias Stein:

    Danke Christa. Es wurde in der Tat viel über dieses Thema geredet, gerade jetzt aber wieder nur geredet. Abgesehen von den soziale Folgen der falschen Integrationspolitik interessiert mich als Unternehmer und Investor ja auch die wirtschaftliche Komponente der Versäumnisse. Warum müssen wir überhaupt Sozialarbeiter anstellen? Wer soll eigentlich künftig die Autos und Maschinen zusammenschrauben? Wer soll sich eigentlich noch unsere heimischen Produkte leisten? So böse das Thema für den Einzelnen, auch in der Gesamtheit wird es nicht verstanden. Aber keine Kritik ohne Verbesserungsvorschlag: Integration heisst auch, aufeinander zu gehen. Aber daran hindert uns noch viel zu oft unser vorurteilsbehafteter Sachverstand. Gerade die angesprochene junge Generation kann wenig für den Zustand. Allein schon das Angebot  eines Praktikums kann etwas bewirken: Motivation. Wir können ohne Zuwanderer nicht leben, wir können es uns also nicht leisten, sie auszugrenzen.

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