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Oft unbeliebtes Thema, dennoch nicht zu umgehen

Christa BollEin Gastbeitrag von Mario Müller | www.finanzen.de

 

Versicherungen für Unternehmer und Selbständige

In privaten Haushalten sind Versicherungen wie die Lebens-, Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeitsversicherung inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Wie sieht aber der Versicherungsschutz für Unternehmer aus? In diesem Zusammenhang muss klar zwischen zwei unterschiedlichen Bereichen getrennt werden – einmal dem Unternehmen als Gegenstand für Versicherungen und der Person des Unternehmers.

Versicherungsschutz für Unternehmer

Wer als Existenzgründer ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen will, muss nicht nur an das Start-Up, sondern auch die eigene Person denken. Dies gilt auch im Rahmen der Absicherung und Vorsorge. Grundsätzlich gehören dazu: Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die Altersvorsorge. Das Thema Krankenversicherung ist seit 2009 obligatorisch, da hier eine allgemeine Versicherungspflicht gilt.

Bezüglich der Altersvorsorge wird es dagegen etwas schwieriger. Hier bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an. Experten empfehlen, zuerst eine gewisse Grundversorgung zu schaffen. Der Gesetzgeber hat zu diesem Zweck die Rürup-Rente initiiert. Großer Vorteil der Rürup-Rente ist die Förderung über eine großzügige Absetzbarkeit im Rahmen der Einkommenssteuererklärung. Ein weiterer positiver Aspekt: Die Rürup-Rente ist in der Ansparphase pfändungssicher.

Gewerbeversicherung: Den Erfolg absichern

Bleibt noch der Bereich der Gewerbeversicherungen. In diesem Zusammenhang steht natürlich die Unternehmung im Mittelpunkt und soll angemessen abgesichert werden. Welche Gewerbeversicherung im Einzelnen in Frage kommt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Generell zu den wesentlichen Rahmenversicherungen gehört aber die gewerbliche Haftpflicht (Betriebs-, Berufs- und Vermögenshaftpflicht), der Rechtsschutz und natürlich die Absicherung der Gewerbeimmobilie.

Experten raten immer wieder dazu, die einzelnen Risiken nach ihrer Relevanz bzw. den möglichen Folgen für das Unternehmen aufzuschlüsseln, etwa in der Form: existenzielle Risiken, finanziell erhebliche Risiken und minder schwere Risiken. Entsprechend dieser Reihenfolge sollte die jeweils passende Gewerbeversicherung abgeschlossen werden.

Wie bereits angesprochen, sind es vor allem die Haftungsrisiken, welche aus Sicht von Gründungs- und Unternehmensberatern für Unternehmen eine größere Gefahr darstellen. Speziell der Personenschaden kann unter Umständen teuer werden. Statistiken zeigen gleichzeitig, dass auch Sachschäden nicht unerheblichen Charakter haben. Punkt Nummer 2 beim Thema Gewerbeversicherung betrifft die Substanz des Unternehmens. Gemeint sind hier Lager, Produktionsräume, Verwaltungstrakt usw. Letzteres ließe sich zum Beispiel über eine Inhalts-, Gebäude und/oder Feuerversicherung decken.

Welche Policen im Einzelnen für das Unternehmen als Gewerbeversicherung in Frage kommen, hängt von der Gesellschaftsform, der Unternehmensgröße und der Branche ab. Aus Expertensicht ist es generell anzuraten, vor dem Abschluss einer Versicherung nach objektiven und unabhängigen Beratungsmöglichkeiten zu suchen.

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